Das Wichtigste zum Akustikusneurinom in Kürze

  • Ein AN ist ein gutartiger Tumor, der sich am VIII. Hirnnerven, dem Hör- und Gleichgewichtsnerven, bildet. Er tritt selten auf und ist auch unter der Bezeichnung "Vestibularis-Schwannom" geläufig.
  • Ein AN wächst gewöhnlich langsam, ist an seinen Entstehungsort gebunden und dehnt sich dort aus. Es ist kein Krebs und bildet keine Tochtergeschwülste (Metastasen).
  • Ein AN macht sich häufig als erstes als Hörverlust am betroffenen Ohr bemerkbar; Schwindel wird ebenfalls berichtet.
  • Ein AN tritt im Allgemeinen ohne bekannte Ursache auf; eine Sonderform ist genetisch bedingt.
  • Ein größer werdendes AN drückt zunehmend gegen den Hirnstamm, dringt jedoch nie in das Hirngewebe ein.
  • Ein größer werdendes AN kann durch den entstehenden Druck Hirnfunktionen gefährden und sogar lebensbedrohlich werden.
  • Der / dem Betroffenen stehen folgende Therapieoptionen offen:
  1. Abwarten und beobachten (regelmäßige MRT-Kontrolle)
  2. Mikrochirurgische Entfernung (HNO-Operateur oder Neurochirurg)
  3. Bestrahlung (fraktionierte oder einmalige Bestrahlung - je nach verwendeter Technik)

Noch ausführlichere informationen enthält unsere Broschüre "Akustikusneurinom - Basisinformation", die für Mitglieder kostenfrei erhältlich ist und von Nichtmitgliedern angefordert werden kann.